Farbumfang einfach erklärt

Tja, was soll ich sagen? Das Thema mit dem Farbumfang und seinem Freund, dem Farbraum, führt in unserem Agenturalltag immer mal wieder zu angeregten Diskussionen, Erklärungsnotständen und gelegentlich sehr kreativen Lösungen.

Warum gibt es Farben, die auf Papier und Bildschirm ziemlich gleich aussehen und andere – einige Orange-, Pink- und Petroltöne gehören zu den Schwerenötern, die scheinbar komplett anders wirken? Warum sieht ein neutrales Grau auf dem einen Bildschirm bläulich und auf dem nächsten wie ein ausgebleichter Pinkpanter aus?

Die Antworten auf diese guten Fragen könnten ganze Bibliotheken füllen. Unseren Kundinnen und Kunden erklären wir den Sachverhalt so weit wie möglich in einfachen Worten und nachvollziehbaren Bildern:

Jeder Bildschirm ist anders eingestellt. Die meisten Bildschirme sind nicht kalibriert. Die einen haben ein eher kühles Licht, andere ein warmes. Und so kommt es gerade bei hellen und zarten Farben ganz schnell zu Farbabweichungen, wenn man Bildschirme vergleicht.

Ein Bildschirm und ein Drucker sind grundsätzlich in ganz anderen Farbräumen zu Hause. Oft ist der Farbraum des Bildschirmes um einiges grösser als der Farbraum des Druckers. Das heisst, dass zwar beide Farbräume alle Farben kennen, aber der Farbraum des Bildschirmes verfügt in aller Regel über viel mehr Nuancen und Schattierungen. Und so kann es passieren, dass eine Farbe, die am Bildschirm so richtig toll strahlt, glänzt und leuchtet, ein Teil ihrer Grösse hergeben muss, wenn sie durch den Drucker will.

Beim Drucken selbst hat das Papier einen riesigen Einfluss. Je nachdem, wie weiss oder gelb das Papier ist und ob es eine eher glänzende oder matte Oberfläche hat, kann ein und dieselbe Farbe sehr unterschiedlich aussehen.

Damit die Corporate Design Farben eines Unternehmens auf allen Medien möglichst einheitlich und ohne Abweichungen daherkommen, definieren wir jede Farbe in CMYK (für den Druck) und RGB (Bildschirm) und beraten unsere Kund*innen auch bei der Papierwahl und dem Druckpartner.

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