Pantone oder Panettone

In unregelmässigen Abständen erreichen uns Anrufe von Kund*innen, die voller Tatendrang ihre Sichtbarkeit stärken möchten und nach der Nummer ihrer PANETONE-Farbe fragen.

Wir geben uns dann jeweils einem Tagtraum hin und malen uns aus, wie wir genüsslich einen mit Weintrauben oder Schokostückchen gespickten Panettone-Kuchen verspeisen.

Träumerei hin, Genuss her... was diese Kundin oder dieser Kunde in Tat und Wahrheit wissen möchte, ist die Pantonefarbe, die wir in seinem Corporate Design verwenden.

Was ist Pantone? Wikipedia sagt: Pantone ist der Name eines international verbreiteten Farbsystems, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird...

In einfachen Worten – und auf unseren Agenturalltag beschränkt – ist Pantone eine Farbsprache, mit der verbindlich der Farbton für ein gedrucktes Produkt definiert werden kann. Umfangreiche Farbfächer zeigen unzählige Farbtöne, die mit einer definierten Rezeptur hergestellt werden können.

Ein Pantonefächer enthält Sonderfarben, die mit einem herkömmlichen Vierfarbendruck nicht erreicht werden können. Sehr vereinfacht und bildlich gesprochen kann man es sich so vorstellen: Bei einem Vierfarbendruck mischt der Drucker mit den Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black die gewünschte Farbe. Mit diesem Verfahren gibt es aber Farbtöne (z.B. eine Neonfarbe), die einfach nicht erreicht werden können. Bei einem Druck mit Pantonefarbe nimmt der Drucker eine speziell hergestellte Pantonefarbtube (oder das exakte Rezept dazu) und heraus kommt eine Sonderfarbe, die mit dem Farbfächer übereinstimmt.

Schweissgebadet muss ich an dieser Stelle einfügen, dass ich den Prozess nun sehr vereinfacht dargestellt habe – ich hoffe fest, dass ich mir damit nicht den Zorn sämtlicher Druckereien gesichert habe.

Und noch etwas muss an dieser Stelle Erwähnung finden: Je nach Papier oder Druckmedium kann ein und derselbe Farbton unterschiedlich wirken. Profis erreichen mit viel Wissen und Fingerspitzengefühl den perfekt gedruckten Ton.

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